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Die neu Adresse für Männer mit Klasse

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Charles Graf von Faber-Castell: "Luxus bedeutet Momente zu schaffen."

Charles Graf von Faber-Castell: "Luxus bedeutet Momente zu schaffen."

Charles Graf von Faber-Castell im Interview über Tradition, Innovation und seine Rolle als Head of Premium.

Charles Graf von Faber-Castell im Interview über Tradition, Innovation und seine Rolle als Head of Premium.

"Luxus bedeutet Momente zu schaffen."

Interview

02.01.2025

Gemeinsam mit seinen drei Schwestern repräsentiert Charles Graf von Faber-Castell die 9. Familiengeneration des weltweit bekannten Traditionshauses und verantwortet als Head of Premium seit 2015 weltweit das Premium-Geschäft der gleichnamigen Bleistift-Dynastie. Mit aktuellen Kooperationen unter anderem mit Bentley stellt er immer wieder unter Beweis, dass Tradition und Innovation Hand in Hand gehen.

Man kann sagen, dass die Digitalisierung fast ausnahmslos alle Branchen umgekrempelt hat. Die analoge Branche der Schreibgeräte ist trotz Word, WhatsApp und Facebook weiterhin stark präsent. Wie erklären Sie sich dieses Phänomen?

Die Digitalisierung hat alles umgekrempelt, bei uns hat es die Distribution am härtesten getroffen und es wäre naiv zu sagen, dass wir einfach immer so weiter machen können wie bisher. Das Paperless Office und schlanke Lösungen wie iPads und Co setzen sich immer mehr durch. Gleichzeitig möchten die Menschen aber weg aus der schnelllebigen Welt. Und genau da liegen die Chancen. Umso mehr wir mit der Digitalisierung konfrontiert werden, desto mehr Chancen sehen wir für analoge Produkte und die haben wir bewusst genutzt. Stichwort: Journaling und Malbücher für Erwachsene.

Porträt von Charles Graf von Faber-Castell, Head of Premium Graf von Faber-Castell, gezeichnet von Bernadette Prechtl für CALEOPAPER

Sie sind „Head of Premium“ - Was bedeutet Luxus für Sie auf dieser Welt?

Luxus bedeutet nicht nur Marke und Status, sondern Erlebnisse und Momente zu schaff en, sich Zeit zu nehmen, zu Kochen oder eine Karte zu Schreiben zum Beispiel. Die Menschen werden heutzutage von der Technologie geführt und wollen sich davon entkoppeln, authentische Erlebnisse sind daher auch für mich Luxus pur.

Nachhaltigkeit ist gerade im Luxussegment zu einer absoluten Trendbewegung geworden; wir kaufen weniger, dafür nachhaltiger und viel bewusster – wie schaffen Sie es Luxus und Nachhaltigkeit zu vereinen?

Wir haben nie wirklich viel darüber gesprochen, aber es war für uns immer eine Selbstverständlichkeit, nachhaltig zu sein. Viele Unternehmen sprechen auf einmal ganz intensiv darüber, aber die Frage ist doch: was machen sie tatsächlich? Das Th ema environmental und social responsibility gehören zu unseren Unternehmensgrundsätzen, danach leben wir. Mein Vater hat diese Werte sehr stark zementiert, aber auch er hat es aus der Vergangenheit übermittelt bekommen. Das beste Beispiel sind unsere 10.000 Hektar großen Forste für eigene Versorgung für holzgefasste Stift e. Diese Wälder binden mehr CO2 als wir jährlich emittieren, wir produzieren also CO2-neutral.

Das macht uns einzigartig. Im Grunde machen wir einfach und reden nicht so viel darüber, wir fokussieren uns auf die Produkte und denken langfristig.davon entkoppeln, authentische Erlebnisse sind daher auch für mich Luxus pur.

Seit den 1980er-Jahren bewirtschaftet Faber-Castell in Brasilien Kiefernwälder für eine umweltfreundliche Holzversorgung.

Faber-Castell stellt mittlerweile neben Stiften und Schreibgeräten auch Lederwaren und Kosmetik her. Was war der Grund dafür, sich aus dem „Kerngeschäft Schreibwaren“ zu entfernen und neue Produkte auf den Markt zu bringen?

Als Familienunternehmen, das nunmehr seit fast 260 Jahren besteht, haben wir einige Höhen und Tiefen erlebt. Dass wir uns breiter aufgestellt haben, ist unter Anderem dem Rechenschieber geschuldet. Als dieser - zu dem Zeitpunkt übrigens einer der größten Umsatzbringer - über Nacht durch den Taschenrechner ersetzt wurde, war unser Unternehmen existenzbedroht. Mit dem Fokus auf unsere Kernkompetenzen haben wir uns dann breiter aufgestellt. Auch heute müssen wir uns die Frage der Weiterentwicklung stellen, das ist ein stetiger Prozess. Wir stellen uns immer die Fragen: Wo sehen wir Potenzial, was macht Sinn? So zum Beispiel ist mit dem „perfekten Bleistift“ die Premium Marke Graf von Faber-Castell ins Leben gerufen worden.

„Heutzutage spricht man über Innovation und denkt an ein Smartphone. Innovationen sind aber viele kleine Schritte die final einen großen Schritt ergeben, das hat sich bei dem Perfekten Bleistift auch bewiesen: Einfach aber innovativ bietet er mit dem eleganten silbernen Verlängerer und integrierten Spitzer einen funktionalen und ästhetischen Mehrwert für den Nutzer.“

Stellen Sie sich vor der US-Konzern Apple schlägt Ihnen die Entwicklung eines Digitalen Faber-Castell Stiftes vor - was würden Sie antworten?

Ich wäre naiv, wenn ich da nein sagen würde (lacht). Das wäre sicher eine spannende Möglichkeit, nichts desto trotz müssen wir uns auch hier die Frage stellen, wie wir dem Kunden gemeinsam einen Mehrwert bieten können - das ist nämlich das Entscheidende. Wie können wir unsere Kompetenzen beispielsweise mit Apple zusammenbringen, um etwas Besonderes zu gestalten ...

Kann man einen „klassischen“ Bleistift noch revolutionieren? Oder hat sich die Art und Weise des Stiftes seit Jahrhunderten im Grunde nicht viel geändert?

Heutzutage spricht man über Innovation und denkt an ein Smartphone. Innovationen sind aber viele kleine Schritte die final einen großen Schritt ergeben, das hat sich bei dem Perfekten Bleistift auch bewiesen: Einfach aber innovativ bietet er mit dem eleganten silbernen Verlängerer und integrierten Spitzer einen funktionalen und ästhetischen Mehrwert für den Nutzer.

Faber Castell Ambition Collection - Elegante Optik durch hochwertiges Nussbaumholz

In letzten Jahren haben Sie die Kooperation mit Bentley angekündigt und einige tolle Produkte lanciert. Können wir uns auf weitere, spannende Kooperationen freuen?

Diese Kooperationen möchten wir weiterverfolgen. Zuerst haben wir die Bentley Collection One eingeführt, dann das Jubiläumsprodukt und jetzt die Bentley Collection Two. Es war ein natürlicher Fit. Wir wollten nicht einfach ein „B“ auf den Schreibgeräten stehen haben, sondern zeigen, dass die Marken sehr gut zueinander passen. Man erkennt Designelemente Bentleys wieder, die Graf von Faber-Castell Details ebenso, diese machen die Kooperation so besonders.

Die Leidenschaft für einzigartige Handwerkskunst:Der neue Graf von Faber-Castell Bentley Ebony Wood Füllfederhalter, mit einer Feder aus 18-K Gold, wird in mehr als 100 Arbeitsschritten gefertigt

Sie stehen für die 9. Generation – wie sieht ihre Vision für das traditionsreichen Familienunternehmen Faber-Castell aus?

Nach vorne schauen, flexibel sein und auf die Vergangenheit aufbauen, vor allem aber den Werten und Kompetenzen treu bleiben. Getreu dem Motto: Schuster, bleib bei deinen Leisten. Man muss loslassen können und darf Dinge, die nicht zur Marke oder zur Unternehmensphilosophie passen, nicht krampfhaft versuchen passend zu machen. Und dann wäre da noch eine Portion Glück, die schadet auch nie.

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Interview

Interview

Interview

02.01.2025

Gemeinsam mit seinen drei Schwestern repräsentiert Charles Graf von Faber-Castell die 9. Familiengeneration des weltweit bekannten Traditionshauses und verantwortet als Head of Premium seit 2015 weltweit das Premium-Geschäft der gleichnamigen Bleistift-Dynastie. Mit aktuellen Kooperationen unter anderem mit Bentley stellt er immer wieder unter Beweis, dass Tradition und Innovation Hand in Hand gehen.

Man kann sagen, dass die Digitalisierung fast ausnahmslos alle Branchen umgekrempelt hat. Die analoge Branche der Schreibgeräte ist trotz Word, WhatsApp und Facebook weiterhin stark präsent. Wie erklären Sie sich dieses Phänomen?

Die Digitalisierung hat alles umgekrempelt, bei uns hat es die Distribution am härtesten getroffen und es wäre naiv zu sagen, dass wir einfach immer so weiter machen können wie bisher. Das Paperless Office und schlanke Lösungen wie iPads und Co setzen sich immer mehr durch. Gleichzeitig möchten die Menschen aber weg aus der schnelllebigen Welt. Und genau da liegen die Chancen. Umso mehr wir mit der Digitalisierung konfrontiert werden, desto mehr Chancen sehen wir für analoge Produkte und die haben wir bewusst genutzt. Stichwort: Journaling und Malbücher für Erwachsene.

Porträt von Charles Graf von Faber-Castell, Head of Premium Graf von Faber-Castell, gezeichnet von Bernadette Prechtl für CALEOPAPER

Sie sind „Head of Premium“ - Was bedeutet Luxus für Sie auf dieser Welt?

Luxus bedeutet nicht nur Marke und Status, sondern Erlebnisse und Momente zu schaff en, sich Zeit zu nehmen, zu Kochen oder eine Karte zu Schreiben zum Beispiel. Die Menschen werden heutzutage von der Technologie geführt und wollen sich davon entkoppeln, authentische Erlebnisse sind daher auch für mich Luxus pur.

Nachhaltigkeit ist gerade im Luxussegment zu einer absoluten Trendbewegung geworden; wir kaufen weniger, dafür nachhaltiger und viel bewusster – wie schaffen Sie es Luxus und Nachhaltigkeit zu vereinen?

Wir haben nie wirklich viel darüber gesprochen, aber es war für uns immer eine Selbstverständlichkeit, nachhaltig zu sein. Viele Unternehmen sprechen auf einmal ganz intensiv darüber, aber die Frage ist doch: was machen sie tatsächlich? Das Th ema environmental und social responsibility gehören zu unseren Unternehmensgrundsätzen, danach leben wir. Mein Vater hat diese Werte sehr stark zementiert, aber auch er hat es aus der Vergangenheit übermittelt bekommen. Das beste Beispiel sind unsere 10.000 Hektar großen Forste für eigene Versorgung für holzgefasste Stift e. Diese Wälder binden mehr CO2 als wir jährlich emittieren, wir produzieren also CO2-neutral.

Das macht uns einzigartig. Im Grunde machen wir einfach und reden nicht so viel darüber, wir fokussieren uns auf die Produkte und denken langfristig.davon entkoppeln, authentische Erlebnisse sind daher auch für mich Luxus pur.

Seit den 1980er-Jahren bewirtschaftet Faber-Castell in Brasilien Kiefernwälder für eine umweltfreundliche Holzversorgung.

Faber-Castell stellt mittlerweile neben Stiften und Schreibgeräten auch Lederwaren und Kosmetik her. Was war der Grund dafür, sich aus dem „Kerngeschäft Schreibwaren“ zu entfernen und neue Produkte auf den Markt zu bringen?

Als Familienunternehmen, das nunmehr seit fast 260 Jahren besteht, haben wir einige Höhen und Tiefen erlebt. Dass wir uns breiter aufgestellt haben, ist unter Anderem dem Rechenschieber geschuldet. Als dieser - zu dem Zeitpunkt übrigens einer der größten Umsatzbringer - über Nacht durch den Taschenrechner ersetzt wurde, war unser Unternehmen existenzbedroht. Mit dem Fokus auf unsere Kernkompetenzen haben wir uns dann breiter aufgestellt. Auch heute müssen wir uns die Frage der Weiterentwicklung stellen, das ist ein stetiger Prozess. Wir stellen uns immer die Fragen: Wo sehen wir Potenzial, was macht Sinn? So zum Beispiel ist mit dem „perfekten Bleistift“ die Premium Marke Graf von Faber-Castell ins Leben gerufen worden.

„Heutzutage spricht man über Innovation und denkt an ein Smartphone. Innovationen sind aber viele kleine Schritte die final einen großen Schritt ergeben, das hat sich bei dem Perfekten Bleistift auch bewiesen: Einfach aber innovativ bietet er mit dem eleganten silbernen Verlängerer und integrierten Spitzer einen funktionalen und ästhetischen Mehrwert für den Nutzer.“

Stellen Sie sich vor der US-Konzern Apple schlägt Ihnen die Entwicklung eines Digitalen Faber-Castell Stiftes vor - was würden Sie antworten?

Ich wäre naiv, wenn ich da nein sagen würde (lacht). Das wäre sicher eine spannende Möglichkeit, nichts desto trotz müssen wir uns auch hier die Frage stellen, wie wir dem Kunden gemeinsam einen Mehrwert bieten können - das ist nämlich das Entscheidende. Wie können wir unsere Kompetenzen beispielsweise mit Apple zusammenbringen, um etwas Besonderes zu gestalten ...

Kann man einen „klassischen“ Bleistift noch revolutionieren? Oder hat sich die Art und Weise des Stiftes seit Jahrhunderten im Grunde nicht viel geändert?

Heutzutage spricht man über Innovation und denkt an ein Smartphone. Innovationen sind aber viele kleine Schritte die final einen großen Schritt ergeben, das hat sich bei dem Perfekten Bleistift auch bewiesen: Einfach aber innovativ bietet er mit dem eleganten silbernen Verlängerer und integrierten Spitzer einen funktionalen und ästhetischen Mehrwert für den Nutzer.

Faber Castell Ambition Collection - Elegante Optik durch hochwertiges Nussbaumholz

In letzten Jahren haben Sie die Kooperation mit Bentley angekündigt und einige tolle Produkte lanciert. Können wir uns auf weitere, spannende Kooperationen freuen?

Diese Kooperationen möchten wir weiterverfolgen. Zuerst haben wir die Bentley Collection One eingeführt, dann das Jubiläumsprodukt und jetzt die Bentley Collection Two. Es war ein natürlicher Fit. Wir wollten nicht einfach ein „B“ auf den Schreibgeräten stehen haben, sondern zeigen, dass die Marken sehr gut zueinander passen. Man erkennt Designelemente Bentleys wieder, die Graf von Faber-Castell Details ebenso, diese machen die Kooperation so besonders.

Die Leidenschaft für einzigartige Handwerkskunst:Der neue Graf von Faber-Castell Bentley Ebony Wood Füllfederhalter, mit einer Feder aus 18-K Gold, wird in mehr als 100 Arbeitsschritten gefertigt

Sie stehen für die 9. Generation – wie sieht ihre Vision für das traditionsreichen Familienunternehmen Faber-Castell aus?

Nach vorne schauen, flexibel sein und auf die Vergangenheit aufbauen, vor allem aber den Werten und Kompetenzen treu bleiben. Getreu dem Motto: Schuster, bleib bei deinen Leisten. Man muss loslassen können und darf Dinge, die nicht zur Marke oder zur Unternehmensphilosophie passen, nicht krampfhaft versuchen passend zu machen. Und dann wäre da noch eine Portion Glück, die schadet auch nie.

Gemeinsam mit seinen drei Schwestern repräsentiert Charles Graf von Faber-Castell die 9. Familiengeneration des weltweit bekannten Traditionshauses und verantwortet als Head of Premium seit 2015 weltweit das Premium-Geschäft der gleichnamigen Bleistift-Dynastie. Mit aktuellen Kooperationen unter anderem mit Bentley stellt er immer wieder unter Beweis, dass Tradition und Innovation Hand in Hand gehen.

Man kann sagen, dass die Digitalisierung fast ausnahmslos alle Branchen umgekrempelt hat. Die analoge Branche der Schreibgeräte ist trotz Word, WhatsApp und Facebook weiterhin stark präsent. Wie erklären Sie sich dieses Phänomen?

Die Digitalisierung hat alles umgekrempelt, bei uns hat es die Distribution am härtesten getroffen und es wäre naiv zu sagen, dass wir einfach immer so weiter machen können wie bisher. Das Paperless Office und schlanke Lösungen wie iPads und Co setzen sich immer mehr durch. Gleichzeitig möchten die Menschen aber weg aus der schnelllebigen Welt. Und genau da liegen die Chancen. Umso mehr wir mit der Digitalisierung konfrontiert werden, desto mehr Chancen sehen wir für analoge Produkte und die haben wir bewusst genutzt. Stichwort: Journaling und Malbücher für Erwachsene.

Porträt von Charles Graf von Faber-Castell, Head of Premium Graf von Faber-Castell, gezeichnet von Bernadette Prechtl für CALEOPAPER

Sie sind „Head of Premium“ - Was bedeutet Luxus für Sie auf dieser Welt?

Luxus bedeutet nicht nur Marke und Status, sondern Erlebnisse und Momente zu schaff en, sich Zeit zu nehmen, zu Kochen oder eine Karte zu Schreiben zum Beispiel. Die Menschen werden heutzutage von der Technologie geführt und wollen sich davon entkoppeln, authentische Erlebnisse sind daher auch für mich Luxus pur.

Nachhaltigkeit ist gerade im Luxussegment zu einer absoluten Trendbewegung geworden; wir kaufen weniger, dafür nachhaltiger und viel bewusster – wie schaffen Sie es Luxus und Nachhaltigkeit zu vereinen?

Wir haben nie wirklich viel darüber gesprochen, aber es war für uns immer eine Selbstverständlichkeit, nachhaltig zu sein. Viele Unternehmen sprechen auf einmal ganz intensiv darüber, aber die Frage ist doch: was machen sie tatsächlich? Das Th ema environmental und social responsibility gehören zu unseren Unternehmensgrundsätzen, danach leben wir. Mein Vater hat diese Werte sehr stark zementiert, aber auch er hat es aus der Vergangenheit übermittelt bekommen. Das beste Beispiel sind unsere 10.000 Hektar großen Forste für eigene Versorgung für holzgefasste Stift e. Diese Wälder binden mehr CO2 als wir jährlich emittieren, wir produzieren also CO2-neutral.

Das macht uns einzigartig. Im Grunde machen wir einfach und reden nicht so viel darüber, wir fokussieren uns auf die Produkte und denken langfristig.davon entkoppeln, authentische Erlebnisse sind daher auch für mich Luxus pur.

Seit den 1980er-Jahren bewirtschaftet Faber-Castell in Brasilien Kiefernwälder für eine umweltfreundliche Holzversorgung.

Faber-Castell stellt mittlerweile neben Stiften und Schreibgeräten auch Lederwaren und Kosmetik her. Was war der Grund dafür, sich aus dem „Kerngeschäft Schreibwaren“ zu entfernen und neue Produkte auf den Markt zu bringen?

Als Familienunternehmen, das nunmehr seit fast 260 Jahren besteht, haben wir einige Höhen und Tiefen erlebt. Dass wir uns breiter aufgestellt haben, ist unter Anderem dem Rechenschieber geschuldet. Als dieser - zu dem Zeitpunkt übrigens einer der größten Umsatzbringer - über Nacht durch den Taschenrechner ersetzt wurde, war unser Unternehmen existenzbedroht. Mit dem Fokus auf unsere Kernkompetenzen haben wir uns dann breiter aufgestellt. Auch heute müssen wir uns die Frage der Weiterentwicklung stellen, das ist ein stetiger Prozess. Wir stellen uns immer die Fragen: Wo sehen wir Potenzial, was macht Sinn? So zum Beispiel ist mit dem „perfekten Bleistift“ die Premium Marke Graf von Faber-Castell ins Leben gerufen worden.

„Heutzutage spricht man über Innovation und denkt an ein Smartphone. Innovationen sind aber viele kleine Schritte die final einen großen Schritt ergeben, das hat sich bei dem Perfekten Bleistift auch bewiesen: Einfach aber innovativ bietet er mit dem eleganten silbernen Verlängerer und integrierten Spitzer einen funktionalen und ästhetischen Mehrwert für den Nutzer.“

Stellen Sie sich vor der US-Konzern Apple schlägt Ihnen die Entwicklung eines Digitalen Faber-Castell Stiftes vor - was würden Sie antworten?

Ich wäre naiv, wenn ich da nein sagen würde (lacht). Das wäre sicher eine spannende Möglichkeit, nichts desto trotz müssen wir uns auch hier die Frage stellen, wie wir dem Kunden gemeinsam einen Mehrwert bieten können - das ist nämlich das Entscheidende. Wie können wir unsere Kompetenzen beispielsweise mit Apple zusammenbringen, um etwas Besonderes zu gestalten ...

Kann man einen „klassischen“ Bleistift noch revolutionieren? Oder hat sich die Art und Weise des Stiftes seit Jahrhunderten im Grunde nicht viel geändert?

Heutzutage spricht man über Innovation und denkt an ein Smartphone. Innovationen sind aber viele kleine Schritte die final einen großen Schritt ergeben, das hat sich bei dem Perfekten Bleistift auch bewiesen: Einfach aber innovativ bietet er mit dem eleganten silbernen Verlängerer und integrierten Spitzer einen funktionalen und ästhetischen Mehrwert für den Nutzer.

Faber Castell Ambition Collection - Elegante Optik durch hochwertiges Nussbaumholz

In letzten Jahren haben Sie die Kooperation mit Bentley angekündigt und einige tolle Produkte lanciert. Können wir uns auf weitere, spannende Kooperationen freuen?

Diese Kooperationen möchten wir weiterverfolgen. Zuerst haben wir die Bentley Collection One eingeführt, dann das Jubiläumsprodukt und jetzt die Bentley Collection Two. Es war ein natürlicher Fit. Wir wollten nicht einfach ein „B“ auf den Schreibgeräten stehen haben, sondern zeigen, dass die Marken sehr gut zueinander passen. Man erkennt Designelemente Bentleys wieder, die Graf von Faber-Castell Details ebenso, diese machen die Kooperation so besonders.

Die Leidenschaft für einzigartige Handwerkskunst:Der neue Graf von Faber-Castell Bentley Ebony Wood Füllfederhalter, mit einer Feder aus 18-K Gold, wird in mehr als 100 Arbeitsschritten gefertigt

Sie stehen für die 9. Generation – wie sieht ihre Vision für das traditionsreichen Familienunternehmen Faber-Castell aus?

Nach vorne schauen, flexibel sein und auf die Vergangenheit aufbauen, vor allem aber den Werten und Kompetenzen treu bleiben. Getreu dem Motto: Schuster, bleib bei deinen Leisten. Man muss loslassen können und darf Dinge, die nicht zur Marke oder zur Unternehmensphilosophie passen, nicht krampfhaft versuchen passend zu machen. Und dann wäre da noch eine Portion Glück, die schadet auch nie.

Gemeinsam mit seinen drei Schwestern repräsentiert Charles Graf von Faber-Castell die 9. Familiengeneration des weltweit bekannten Traditionshauses und verantwortet als Head of Premium seit 2015 weltweit das Premium-Geschäft der gleichnamigen Bleistift-Dynastie. Mit aktuellen Kooperationen unter anderem mit Bentley stellt er immer wieder unter Beweis, dass Tradition und Innovation Hand in Hand gehen.

Man kann sagen, dass die Digitalisierung fast ausnahmslos alle Branchen umgekrempelt hat. Die analoge Branche der Schreibgeräte ist trotz Word, WhatsApp und Facebook weiterhin stark präsent. Wie erklären Sie sich dieses Phänomen?

Die Digitalisierung hat alles umgekrempelt, bei uns hat es die Distribution am härtesten getroffen und es wäre naiv zu sagen, dass wir einfach immer so weiter machen können wie bisher. Das Paperless Office und schlanke Lösungen wie iPads und Co setzen sich immer mehr durch. Gleichzeitig möchten die Menschen aber weg aus der schnelllebigen Welt. Und genau da liegen die Chancen. Umso mehr wir mit der Digitalisierung konfrontiert werden, desto mehr Chancen sehen wir für analoge Produkte und die haben wir bewusst genutzt. Stichwort: Journaling und Malbücher für Erwachsene.

Porträt von Charles Graf von Faber-Castell, Head of Premium Graf von Faber-Castell, gezeichnet von Bernadette Prechtl für CALEOPAPER

Sie sind „Head of Premium“ - Was bedeutet Luxus für Sie auf dieser Welt?

Luxus bedeutet nicht nur Marke und Status, sondern Erlebnisse und Momente zu schaff en, sich Zeit zu nehmen, zu Kochen oder eine Karte zu Schreiben zum Beispiel. Die Menschen werden heutzutage von der Technologie geführt und wollen sich davon entkoppeln, authentische Erlebnisse sind daher auch für mich Luxus pur.

Nachhaltigkeit ist gerade im Luxussegment zu einer absoluten Trendbewegung geworden; wir kaufen weniger, dafür nachhaltiger und viel bewusster – wie schaffen Sie es Luxus und Nachhaltigkeit zu vereinen?

Wir haben nie wirklich viel darüber gesprochen, aber es war für uns immer eine Selbstverständlichkeit, nachhaltig zu sein. Viele Unternehmen sprechen auf einmal ganz intensiv darüber, aber die Frage ist doch: was machen sie tatsächlich? Das Th ema environmental und social responsibility gehören zu unseren Unternehmensgrundsätzen, danach leben wir. Mein Vater hat diese Werte sehr stark zementiert, aber auch er hat es aus der Vergangenheit übermittelt bekommen. Das beste Beispiel sind unsere 10.000 Hektar großen Forste für eigene Versorgung für holzgefasste Stift e. Diese Wälder binden mehr CO2 als wir jährlich emittieren, wir produzieren also CO2-neutral.

Das macht uns einzigartig. Im Grunde machen wir einfach und reden nicht so viel darüber, wir fokussieren uns auf die Produkte und denken langfristig.davon entkoppeln, authentische Erlebnisse sind daher auch für mich Luxus pur.

Seit den 1980er-Jahren bewirtschaftet Faber-Castell in Brasilien Kiefernwälder für eine umweltfreundliche Holzversorgung.

Faber-Castell stellt mittlerweile neben Stiften und Schreibgeräten auch Lederwaren und Kosmetik her. Was war der Grund dafür, sich aus dem „Kerngeschäft Schreibwaren“ zu entfernen und neue Produkte auf den Markt zu bringen?

Als Familienunternehmen, das nunmehr seit fast 260 Jahren besteht, haben wir einige Höhen und Tiefen erlebt. Dass wir uns breiter aufgestellt haben, ist unter Anderem dem Rechenschieber geschuldet. Als dieser - zu dem Zeitpunkt übrigens einer der größten Umsatzbringer - über Nacht durch den Taschenrechner ersetzt wurde, war unser Unternehmen existenzbedroht. Mit dem Fokus auf unsere Kernkompetenzen haben wir uns dann breiter aufgestellt. Auch heute müssen wir uns die Frage der Weiterentwicklung stellen, das ist ein stetiger Prozess. Wir stellen uns immer die Fragen: Wo sehen wir Potenzial, was macht Sinn? So zum Beispiel ist mit dem „perfekten Bleistift“ die Premium Marke Graf von Faber-Castell ins Leben gerufen worden.

„Heutzutage spricht man über Innovation und denkt an ein Smartphone. Innovationen sind aber viele kleine Schritte die final einen großen Schritt ergeben, das hat sich bei dem Perfekten Bleistift auch bewiesen: Einfach aber innovativ bietet er mit dem eleganten silbernen Verlängerer und integrierten Spitzer einen funktionalen und ästhetischen Mehrwert für den Nutzer.“

Stellen Sie sich vor der US-Konzern Apple schlägt Ihnen die Entwicklung eines Digitalen Faber-Castell Stiftes vor - was würden Sie antworten?

Ich wäre naiv, wenn ich da nein sagen würde (lacht). Das wäre sicher eine spannende Möglichkeit, nichts desto trotz müssen wir uns auch hier die Frage stellen, wie wir dem Kunden gemeinsam einen Mehrwert bieten können - das ist nämlich das Entscheidende. Wie können wir unsere Kompetenzen beispielsweise mit Apple zusammenbringen, um etwas Besonderes zu gestalten ...

Kann man einen „klassischen“ Bleistift noch revolutionieren? Oder hat sich die Art und Weise des Stiftes seit Jahrhunderten im Grunde nicht viel geändert?

Heutzutage spricht man über Innovation und denkt an ein Smartphone. Innovationen sind aber viele kleine Schritte die final einen großen Schritt ergeben, das hat sich bei dem Perfekten Bleistift auch bewiesen: Einfach aber innovativ bietet er mit dem eleganten silbernen Verlängerer und integrierten Spitzer einen funktionalen und ästhetischen Mehrwert für den Nutzer.

Faber Castell Ambition Collection - Elegante Optik durch hochwertiges Nussbaumholz

In letzten Jahren haben Sie die Kooperation mit Bentley angekündigt und einige tolle Produkte lanciert. Können wir uns auf weitere, spannende Kooperationen freuen?

Diese Kooperationen möchten wir weiterverfolgen. Zuerst haben wir die Bentley Collection One eingeführt, dann das Jubiläumsprodukt und jetzt die Bentley Collection Two. Es war ein natürlicher Fit. Wir wollten nicht einfach ein „B“ auf den Schreibgeräten stehen haben, sondern zeigen, dass die Marken sehr gut zueinander passen. Man erkennt Designelemente Bentleys wieder, die Graf von Faber-Castell Details ebenso, diese machen die Kooperation so besonders.

Die Leidenschaft für einzigartige Handwerkskunst:Der neue Graf von Faber-Castell Bentley Ebony Wood Füllfederhalter, mit einer Feder aus 18-K Gold, wird in mehr als 100 Arbeitsschritten gefertigt

Sie stehen für die 9. Generation – wie sieht ihre Vision für das traditionsreichen Familienunternehmen Faber-Castell aus?

Nach vorne schauen, flexibel sein und auf die Vergangenheit aufbauen, vor allem aber den Werten und Kompetenzen treu bleiben. Getreu dem Motto: Schuster, bleib bei deinen Leisten. Man muss loslassen können und darf Dinge, die nicht zur Marke oder zur Unternehmensphilosophie passen, nicht krampfhaft versuchen passend zu machen. Und dann wäre da noch eine Portion Glück, die schadet auch nie.

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